ZAHNÄRZTLICHE DIENSTLEISTUNGEN

 
Hauptseite   ›   Parodontologie
Parodontologie
Periodontologia Parodontologie ist ein Teil der Zahnheilkunde, der sich mit Prophylaxe, Diagnostik und Paradentosebehandlung beschäftigt.

Paradentium - das Zahnbett - ist eine Gruppe von Geweben, die die Zähne umgeben, sie in Zahnfächern der Oberkiefer halten und ihre Hauptfunktionen bedingen. Zur Struktur vom Paradentium gehören: Zahnfleisch, Zahnwurzelhaut ( d.h. ein Komplex von Bändern, die Zahn mit Knochen verbinden), Wurzelzement und der Knochen der Oberkieferzahnfortsätze.
 
Gesundes Paradentium – ähnlicherweise wie gesunde Zähne – bildet eine der Grundvoraussetzungen des allgemeinen guten Gesundheitszustandes.
 
Paradentiumkrankheiten, umgangssprachlich ``Paradontose`` genannt, kommen in unserem Land sehr oft vor und Ihre Häufigkeit steigt ausdrücklich mit dem Alter. Nur ca. 7% der Personen im Alter von 35 bis 44 hat Paradentium völlig gesund. Prophylaxe- und Behandlungsnotwendigkeit sind enorm unter jungen Menschen. Das allgemeine Vorkommen dieser Krankheiten und mit ihnen verbundene vorzeitige Verlust der Zähne tragen dazu bei, dass parodontale Krankheiten zu den s.g. sozialen Krankheiten gezählt werden.
Der Hauptgrund der Krankheit sind die Bakterien in der Mundhöhle in Form der s.g. Zahn- und Zahnfleischplatte. Ihre Vermehrung hängt wesentlich von unrichtiger Mundhöhlehygiene ab. Einen negativen Einfluss können viele Faktoren ausüben, die genaue Reinigung des Gebisses erschweren, wie z.B. Kariesdefekte, Bissfehler, unrichtige Füllungsausführung, schlecht geplante prothetische Ergänzung, s.g. Funktionsstörungen ( Zähneknirschen und Zähneklemmen). Zur Entstehung parodontaler Erkrankungen tragen auch, aber im niedrigeren Maß allgemeine Organismusfaktoren wie: genetischer Einfluss, manche Krankheiten (Diabetes, Osteoporose), Zustände der abgeschwächten Immunität, Rauchen und Stress bei. Gegenwärtige Klassifizierung parodontaler Erkrankungen nennt über 30 Krankheitseinheiten, die ganz allgemein in zwei große Gruppen teilen kann: Zahnfleischentzündung ( Gingivitis) und destruktive Paradentiumentzündung (Periodontitis).
 
Zahnfleischentzündung ist eine allgemeine Krankheit, die sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen vorkommt. Am häufigsten ist sie mit schlechter Mundhygiene und dem Zahnstein, d.h. mineralisierter Zahnplatte verbunden. Das Grundsymptom der Anfangsentzündung des Zahnfleisches, oft unterschätzt, ist die Zahnfleischblutung beim Zahnputzen oder eine idiopathische Zahnfleischblutung (von sich selbst).

Gesundes Zahnfleisch blutet nie!


Zahnfleischentzündung ist völlig reversibel (umkehrbar), aber wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird, kann sie zu destruktiver Paradentiumkrankheit – Periodontitis führen. Infolge der Paradontiumverletzung und besonders der Zerstörung eines Zahnknochenteiles kommt zur Entstehung der s.g. Zahnfleischtaschen. Sie bilden einen Platz für ständige Aufbewahrung der Bakterien, die zur Entwicklung der Krankheit, oft mit Wechselperioden ihrer Steigerung und Stillung beitragen. Der Zahnfleischblutung und Zahnfleischschwellung schließen sich noch allmählich Entblößung der Zahnhälse, Thermoempfindlichkeit, Eiterexsudate, Zahnbeweglichkeit und manchmal pathologische Lageveränderung der Zähne an. Wenn die Zahnlockerung schon zu sehen ist, befindet sich die Krankheit meist in der weitgehend fortgeschrittenen Phase und kann nicht immer effektiv behandelt werden. Unbehandelte parodontale Erkrankung führt zu vorzeitiger Verlust der Zähne, aber nicht nur!

VOR BEHANDLUNG
 przed leczeniem przed leczeniem 
Die Behandlung von parodentalen Erkrankungen besteht aus vielen Phasen und erfordert oft eine mehrspezialistische Behandlung. Die erste Phase, genannt Grundphase, besteht darin, dass die Mundbakterien und vor allem die Bakterien aus Zahnfleischtaschen maximal reduziert werden.

Das Hauptelement dieser Phase ist:
eine ausführliche Hygieneerklärung mit der Wahl individuell bestimmten Mittel ( verschiedene Zahnbrustarten, Zahnpasten, Zahnfäden, Mundspülung, Gel zu Zahnfleischmassagen, Irrigatoren usw.), professionelle Hygienemaßnamen wie Entfernung des Zahnsteines ( Scaling) und genaue Polierung der Zähne – am häufigsten von einer qualifizierten Hygienikerin mit Nutzung von Manual- und Ultraschallinstrumenten durchgeführt; eine Reihe von Reinigungsmaßnahmen der Zahnfleischtaschen ( gen. Kürettage oder rootplaning ) durchgeführt vom Periodontologen (2-4 Besuche), manchmal mit Antibiotikatherapie – Antibakterienpräparete und Antibiotika werden in die Zahnfleischtaschen nach ihrer Reinigung eingepflanzt. Das Hauptziel der Anfangsphase der Behandlung ist das Stoppen der Krankheitsentwicklung. Bei Zahnfleischentzündungen und früh diagnostizierten Paradentiumentzündungen kann die oben beschriebene Behandlung ausreichen. Bei der Behandlung fortgeschrittener parodontaler Entzündungen ist die zweite Phase der Behandlung, gen. Korrekturphase nötig.
 
Die Korrekturphase umfasst:
  • chirurgische Eingriffe der s.g. gesteuerten Geweberegeneration, deren Hauptziel ist, das während der Entzündung zerstörte Knochengewebe wiederaufzubauen. Die Eingriffe bestehen in der Einpflanzung in die Knochendefekte spezieller Membranen und verschiedener Knochenersatzpräparate und auch des anderen Stellen entnommenen Eigenknochens. Ähnliche Techniken werden oft bei der Vorbereitung des Patienten auf eine Implantologiebehandlung angewendet. Zur Paradentiumregeneration verwendet man auch Biomaterialien z.B. Gel Emdogain.
  • chirurgische Eingriffe der weichen Gewebe – z.B. Korrekturen unrichtiger Ansätze der Lippenbändchen oder Zahnfleischbänder, um entblößte Zahnhälse zu überdecken und Ästhetik zu verbessern
  • Immobilisieren der Zahnlockerung mit verschiedenen Schienenarten und Vereinigungen
  • Korrektur der Biss-Stellung
  • spezialistische Planung der konservierenden orthopädischen und vor allem prothetischen Behandlung mit der Berücksichtigung parodontaler Erkrankungen, um möglichst beste Bedingungen für Zahnreinigung zu schaffen, und ungünstige Bissüberbelastung der Zähne maximal zu reduzieren.

NACH BEHANDLUNG
 po leczeniu po leczeniu 
Jeder Patient soll sich nach der parodontologischen Behandlung zu individuell bestimmten Periodekontrollbesuchen und Hygienemaßnahmen anmelden, um die Effekte der Behandlung aufrechtzuerhalten. Das ist die dritte Phase der Behandlung – s.g. die Stabilisierungsphase.
 
linia
© Alle Rechte vorbehalten für Med Oral